Ein kleiner Exkurs in die Bibel

Es tut mir sehr leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Aber ihr kennt es sicher auch, dass die Familie einen braucht und man Ärger mit seiner Umwelt hat. Ich möchte mich entschuldigen und rechtfertigen vor euch. es ist nicht immer einfach in dieser normalen Welt seine Frau zu stehen.

So… Zur Fortsetzung wollte ich euch einen kleinen Einblick in einen Vers des Neuen Testaments geben. Ich finde diesen sehr interessant, da man an ihm sieht, in welche Glaubensrichtung der jeweilige Schreiber geht.

Zuerst muss man erklären, dass die ursprünglichen Schriften auf Hebräisch geschrieben wurden. In dieser Sprache gibt es keine Interpunktion. Das heisst, Griechen, Deutsche, Engländer usw. mussten die Satzzeichen einfügen. Aber wo?

Oft war es klar. Aber nicht in diesem Vers, in dem ein Doppelpunkt einen völlig anderes Glaubensbild entstehen lässt.

Über welchen Vers rede ich eigentlich? Falls ihr eine Bibel habt, holt sie und lest nach. Es geht um Lukas 23:43. Ich möchte es hier in beiden Versionen zitieren:

„Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein!“

Dies ist die erste Version, auf die auch mein persönlicher Glaube gründet.

„Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein!“

Dies ist die zweite Version, die ich nicht vertrete,

Wo ist der unterschied, werdet ihr euch fragen. Aber durch diese Verschiebung des Doppelpunktes entsteht ein anderer Glaube.

Nehmen wir an, dass ihr einen Freund ins Theater einladen wollt. Ich sagt ihm/ihr. dass ihr ihn/sie heute ausführen wollt. Oder aber ihr sagt, das ihr die Aussage heute macht, dass ihr ihn/sie irgendwann ausführt.

Was heisst das im konkreten Fall dieses Bibelverses? Jesus hang bei diesem Zitat am Kreuz, neben einem Mörder. Er sagte zu diesem, dass er ins Paradies kommen wird. Der Zeitpunkt ist das Entscheidende.

Viele Christen glauben an den direkten Einzug ins Paradies nach dem Tod. Das heisst sie glauben an die erste Version, der Übersetzung in unsere Sprache. Es gibt aber auch Randgruppen (Zeugen Jehovas) Die die zweite Version befürworten. Nach dieser liegt man Jahrzehnte, Jahrhunderte oder Jahrtausende ohne Bewusstsein in einem Grab, bis Jesus Christus persönlich einen in das Paradies holt, das heisst am jüngsten Gericht (Armageddon).

Mich stört an dieser Vorstellung, dass wir alle, wie auch Christus selbst, Kinder Gottes sind. Wieso also sollten wir im Grab, einer Gruft oder sonst wo warten um unser Glück zu erfahren? Für mich ist die Übersetzung der katholischen und reformierten Kirche schlüssiger und auch humaner, wenn wir uns auch als geistige Wesen sehen wollen.

Lest ihn eurer Bibel, um zu sehen, in welchem Glauben ihr erzogen wurdet.

Veröffentlicht von Lydia

Schräg und manchmal verrückt. Ich bin nicht Perfekt, aber dafür bin ich zu gerne ein Mensch.

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