Ich kann und will nicht für alle paranoid schizophrenen sprechen. Jeder Betroffene erlebte, oder erlebt seine Welt nicht wie ein anderer, mit diesem Krankheitsbild.
Die paranoide Schizophrenie ist ausgezeichnet durch ein Wahnbild. Einige reden , oder sehen Gott, andere sehen oder reden mit einem vermeidlichen Regierungsvertreter, wie ich es tat. Wieder andere reden mit Pflanzen. Dass alles passiert in der Gedankenwelt des Betroffenen. Lange kann man es verstecken, diese Stimme/n. Aber der Verfolgungswahn, weil man eine ungewisse Wahrheit kennt, und andere einem schaden wollen, wird immer schlimmer. Irgendwann erliegt man diesem Druck und beschliesst sich zu töten. Ich war selbst an diesem Punkt und verlor an deren Druck zwei Freunde. Man weiss nie, wie manche Menschen auf einen solchen Druck reagieren. Es ist keine schwäche, oder Feigheit, wenn man den Suizid wählen muss. Ihn Ihrer Verzweiflung gibt es nur keinen anderen Weg.
Stell dir vor, jede Stunde des Tages, sogar im Schlaf, schreit dich jemand an, wie schlecht, minderwertig, böse, nicht menschlich, dumm du bist. Jemand der das nach Jahren, ohne Selbstmordgedanken aushält ist übermenschlich.
Man fängt mit der Zeit an, andere analysieren zu wollen. Wer ist eine Gefahr, wer ein Freund? Schizophrene Menschen sind nicht unbekümmert, die nackt durch die Strasse spazieren. Sie sind angepasst, und beobachten, wie angepasst der andere ist.
Es ist schwierig zu beschreiben, aber ich will ein Teil der Gesellschaft sein, ohne dieses Stigma, dass andere zurückschrecken lässt. Aber trotzdem will ich frei sein, in meinem denken und fühlen. Ich denke vielleicht etwas anders, aber bin wie drei Prozent der Bevölkerung, die Schizophren sind, ein Teil von eurer Welt.
Jeder hat seine Probleme. Aber sind es nicht genau diese, die uns aus Nächstenliebe zusammenführen?